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	<title>tibetnews &#187; News Allgemein</title>
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	<description>News rund um die Themen, Tibet, Dalai Lama, Menschenrechte, China, Buddhismus</description>
	<lastBuildDate>Wed, 11 Jan 2012 18:28:55 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Dramatische Entwicklungen in Tibet &#8211; Eine Erkl&#228;rung des Tibetischen Zentrums f&#252;r Menschenrechte und Demokratie</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 21:23:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tibetnews</dc:creator>
				<category><![CDATA[Appelle]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[News Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Freiheit in Tibet“, „Wir wollen Menschenrechte“, „Wir wollen Religionsfreiheit“, „La&#223;t Seine Heiligkeit den Dalai Lama nach Tibet zur&#252;ckkehren“. Diese Slogans riefen die Tibeter bei den j&#252;ngsten Protesten gegen die chinesische Regierung immer wieder mit gefalteten H&#228;nden und flehender Geste. Einige forderten sogar die Unabh&#228;ngigkeit Tibets.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freiheit in Tibet“, „Wir wollen Menschenrechte“, „Wir wollen Religionsfreiheit“, „La&#223;t Seine Heiligkeit den Dalai Lama nach Tibet zur&#252;ckkehren“. Diese Slogans riefen die Tibeter bei den j&#252;ngsten Protesten gegen die chinesische Regierung immer wieder mit gefalteten H&#228;nden und flehender Geste. Einige forderten sogar die Unabh&#228;ngigkeit Tibets.</p>
<p>Bedauerlicherweise kam es dieses Jahr dann zu einer ganzen Reihe von Selbstverbrennungen. Am 16. M&#228;rz legte der M&#246;nch Phuntsog Jarutsang, 21 Jahre alt, vom Kloster Kirti in Ngaba Feuer an sich. Am 15. August z&#252;ndete sich der M&#246;nch Tsewang Norbu, 29 Jahre alt, vom Kloster Tawu Nyitso, an. Am 26. September folgten die M&#246;nche Lobsang Kelsang, 18 Jahre, und Lobsang Kunchok, 19 Jahre. Am 3. Oktober setzte sich Kelsang Wangchuk, 17 Jahre, vom Kloster Kirti in Brand. Und am 7. Oktober verbrannten sich Khaying, 18 Jahre, und Choephel, 19 Jahre, zwei ehemalige M&#246;nche des Klosters Kirti, aus Protest gegen die chinesische Regierung. Am 15. Oktober tat Norbu Damdul, 19 Jahre, der fr&#252;her M&#246;nch im Kloster Kirti war, dasselbe, und am 17. Oktober folgte die Nonne Tenzin Wangmo, 20 Jahre alt. [Erg&#228;nzung: Am 25. Oktober verbrannte sich der 38j&#228;hrige M&#246;nch Dawa Tsering vom Kloster Kardze, und am 3. November die 35j&#228;hrige Nonne Palden Choetso vom Kloster Gaden Choeling in Tawu.]</p>
<p>Von diesen tapferen Tibetern erlagen ihren Verletzungen: Phuntsok Jarutsang am 16. M&#228;rz, Tsewang Norbu am 15. August, Khaying am 8. Oktober, Choephel am 11. Oktober, Tenzin Wangmo am 17. Oktober und Palden Choetso am 3. November. &#220;ber die anderen wei&#223; man nur wenig, sie kamen ins Krankenhaus oder sind in einem gesundheitlich kritischen Zustand.</p>
<div id="attachment_3405" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><img class="size-full wp-image-3405" title="Tibet is Burning" src="http://tibetnews.de/wp-content/uploads/2011/11/flames.jpg" alt="Tibet is Burning" width="491" height="235" /><p class="wp-caption-text">Tibet is Burning</p></div>
<p>Am 27. Februar 2009 setzte sich als erster tibetischer M&#246;nch Tapey, ebenfalls aus dem Kloster Kirti, in Flammen. Die chinesische Polizei scho&#223; ihn in ins Bein und schaffte ihn in ein Krankenhaus. Seitdem hat niemand mehr etwas &#252;ber ihn oder seinen Gesundheitszustand geh&#246;rt.</p>
<p>Friedliche Protestaktionen in Tibet werden routinem&#228;&#223;ig mit dem Einsatz von Gewalt beantwortet, der Bev&#246;lkerung werden Restriktionen auferlegt und die Vorschriften, die sich gegen die nationale Identit&#228;t, die freie Meinungs&#228;u&#223;erung wozu auch Artikel und Lieder geh&#246;ren) und die Erhaltung der Kultur und Umwelt richten, werden immer wieder versch&#228;rft. Jeder Tibeter, der sich in diesen und &#228;hnlichen Bereichen engagiert, mu&#223; mit den verschiedensten Beschuldigungen rechnen. Willk&#252;rliche Festnahme, Verschwindenlassen, Folter und unfaire Gerichtsprozesse sind die Norm. Mit solchen Ma&#223;nahmen verbunden sind auch immer wieder Kampagnen der Polizei gegen die Tibeter wie die „Schlag-hart-zu-Kampagne“.</p>
<p>Viele politische Ma&#223;nahmen entsprechen nicht den Erfordernissen der augenblicklichen Situation in Tibet, noch gehen sie auf die W&#252;nsche des tibetischen Volkes ein. Die Tibeter werden in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschr&#228;nkt, und die Aus&#252;bung ihrer Religion ist entweder stark beschnitten oder g&#228;nzlich verboten. Mehrere Gesetze und Erlasse zielen eindeutig darauf ab, die buddhistischen Einrichtungen Tibets unter Kontrolle zu halten. Eine solche Politik verletzt nicht nur wesentliche Punkte der Allgemeinen Erkl&#228;rung der Menschenrechte, sondern sie verst&#246;&#223;t auch gegen die Verfassung Chinas. Der Art. 33 der chinesischen Verfassung garantiert den Schutz der Menschenrechte. Aber in der Praxis gilt dieses Gesetz f&#252;r die einheimische Bev&#246;lkerung in Tibet nicht.</p>
<p>Beim F&#252;nften Arbeitsforum zu Tibet, das vom 18. &#8211; 20. Januar 2010 tagte, ging es haupts&#228;chlich um die Formulierung politischer Richtlinien f&#252;r die wirtschaftliche Entwicklung und Stabilit&#228;t auf lange Sicht. Die politischen Einschr&#228;nkungen wurden nach dieser Tagung noch versch&#228;rft. Es wurde beschlossen, die Ma&#223;nahmen zur „patriotischen Umerziehung“ und der „Erziehung in Gesetzeskunde“ rigoroser als bisher umzusetzen und politische Aktivit&#228;ten noch entschiedener zu unterbinden. Sp&#228;ter im Jahr, im August 2010, fanden auf h&#246;chster Ebene weitere Tagungen &#252;ber &#246;ffentliche Sicherheit und religi&#246;se Angelegenheiten statt.</p>
<p>Die &#220;berwachung der Grenzen wurde versch&#228;rft und die Strukturen der Polizei verbessert, um sofort gegen alles, was nach „Separatismus“ aussieht oder etwa „die soziale Stabilit&#228;t beeintr&#228;chtigt“, losschlagen zu k&#246;nnen. Am 14. und 15. August 2010 berief die Einheitsfrontabteilung der KPCh alle Verwalter der religi&#246;sen Institutionen zu einer Sitzung in Shigatse ein, um &#252;ber eine Straffung des Managements in den Kl&#246;stern zu diskutieren. Am 30. September 2010 gab das Nationale B&#252;ro f&#252;r Religi&#246;se Angelegenheiten den „Ma&#223;nahmenkatalog zum Management der tibetisch-buddhistischen Kl&#246;ster und Tempel“ heraus. Auch als die „Order No. 8“ bekannt, traten diese Bestimmungen, deren Zweck die Ausschaltung von ausl&#228;ndischem Einflu&#223; und „separatistischer Aktivit&#228;ten“ ist, am 1. November 2010 in Kraft.</p>
<p>Auf diese repressive Politik, die sich gegen die W&#252;nsche der einheimischen Bev&#246;lkerung richtet, ist es letztendlich zur&#252;ckzuf&#252;hren, da&#223; einige Tibeter den drastischen Schritt zur Selbstverbrennung taten. Und weil im Grunde genommen die chinesische Politik schuld an diesen Selbstverbrennungen ist, sollte China die Verantwortung f&#252;r die verloren gegangenen Leben &#252;bernehmen.</p>
<p>Die Regierungspolitik der „patriotischen Umerziehung“ verletzt vors&#228;tzlich die Gef&#252;hle der Tibeter. Religi&#246;se Einrichtungen sehen sich st&#228;ndig dem scharfen Vorgehen der Beh&#246;rden und der Einschr&#228;nkung aller religi&#246;sen Aktivit&#228;ten gegen&#252;ber, M&#246;nche und Nonnen werden festgenommen oder aus ihren Kl&#246;stern ausgesto&#223;en; neuerdings werden sie auch mit Geldgeschenken dazu verlockt, freiwillig in den Laienstand zur&#252;ckzukehren. Die gesamten administrativen Funktionen der Kl&#246;ster sind nun in den H&#228;nden von chinesischen Offiziellen, die ihre B&#252;ros innerhalb der Klostermauern einrichteten. Da die M&#246;nche und Nonnen all ihrer Freiheiten beraubt werden, sind diese Kl&#246;ster quasi zu Gef&#228;ngnissen geworden.</p>
<p>Seit der Volkserhebung vom Fr&#252;hjahr 2008 ist die Zahl der M&#246;nche und Nonnen in Tibet stark zur&#252;ckgegangen. Im Kloster Drepung beispielsweise, das vor 2008 noch &#252;ber 1.200 M&#246;nche z&#228;hlte, sind nur noch um die 400 von ihnen &#252;briggeblieben. Hoch geachtete Lamas und religi&#246;se Lehrmeister einiger Kl&#246;ster wurden festgenommen und ihren Einrichtungen droht die Schlie&#223;ung. So wurden etwa viele Nonnen der Kl&#246;ster Puruna und Yangteng in Kardze festgenommen. Das Oberhaupt dieser Nonnenkl&#246;ster, Tulku Phurbu Tsering, ist hinter Gittern verschwunden und wurde zu achteinhalb Jahren Gef&#228;ngnis verurteilt.</p>
<p>Angeh&#246;rige des B&#252;ros f&#252;r &#214;ffentliche Sicherheit (PSB) und der Bewaffneten Volkspolizei (PAP) patrouillieren ununterbrochen durch die Stra&#223;en der St&#228;dte und Ortschaften. Viele Polizisten laufen auch in Zivilkleidung herum. Unter solchen Umst&#228;nden ist das Leben f&#252;r die Tibeter nur noch eine einzige Qual und von st&#228;ndiger Furcht gepr&#228;gt. Die zahlreichen Festnahmen, das Verschwindenlassen und die routinem&#228;&#223;ige Folter f&#252;hrten bei Hunderten von Opfern zu schweren Gesundheitsproblemen oder gar zu ihrem Tod.</p>
<p>So wurde zum Beispiel die Nonne Sonam Choedon aus dem Kloster Puruna in Kardze im Mai 2008 festgenommen, weil sie friedlich protestierte. Die Milit&#228;rpolizisten schlugen ihr mit den schweren Gewehrkolben auf den Kopf, so da&#223; sie ernste Gehirnverletzungen davontrug und schlie&#223;lich ihren Verstand verlor <sup><span style="color: #ff0000;">(1)</span></sup>. Am 7. April 2011 protestierten Chukpel und zwei andere Tibeter friedlich in der N&#228;he der Polizeistation von Zamthang, TAP Ngaba. Chukpel wurde so entsetzlich geschlagen, da&#223; er starb, kaum hatte er das Krankenhaus erreicht. Und im Juni 2011 starb der M&#246;nch Poloe vom Kloster Gaden, der gerade eine 15j&#228;hrige Haftstrafe hinter sich gebracht hatte, innerhalb einer Woche nach seiner Entlassung <sup><span style="color: #ff0000;">(2)</span></sup>. Der M&#246;nch Yeshe Tenzin aus dem Kloster Sog Tsenden, der nach zehn Jahren Haft entlassen wurde, starb am 7. September zu Hause <sup><span style="color: #ff0000;">(3)</span></sup>. Und im April 2009 wurde Thinley, der in Kardze demonstriert hatte, festgenommen und so entsetzlich gefoltert, da&#223; seine Gesundheit zusammenbrach und er im August 2011 verstarb <sup><span style="color: #ff0000;">(4)</span></sup>.</p>
<p>Den Sch&#228;tzungen des TCHRD zufolge wurden im Jahr 2011 bereits mindestens 200 Tibeter festgenommen und 50 davon verurteilt. Im ganzen sind dem TCHRD um die 980 politische Gefangene bekannt, von denen gegen 415 ein Urteil gesprochen wurde. Das TCHRD sch&#228;tzt, da&#223; seit 2008 &#252;ber 170 Tibeter infolge des brutalen Vorgehens der chinesischen Beh&#246;rden gestorben sind.</p>
<p>Die derzeitige Lage in Tibet ist au&#223;erordentlich ernst und die Menschenrechtssituation verschlechtert sich von Tag zu Tag. Das TCHRD appelliert an den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen, an die Regierungen in aller Welt, die internationalen Gremien und NGOs, in dieser ernsten Situation zu intervenieren und Druck auf die chinesische Regierung auszu&#252;ben, damit sie sofort ihre harte Politik gegen&#252;ber dem tibetischen Volk beendet. Wir fordern von China, die Einschr&#228;nkungen der Bewegungsfreiheit, die willk&#252;rlichen Verhaftungen, die Folterungen, die unfairen Gerichtsverfahren und die patriotische Umerziehungskampagne sofort einzustellen.</p>
<p><sup><span style="color: #ff0000;">(1)</span></sup> 12. Oktober 2010, „<a href="http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2010/SonamChoedon_13.10.html" target="_blank">Nonne des Klosters Puruna durch schwere Mi&#223;handlungen hirngesch&#228;digt</a>“</p>
<p><sup><span style="color: #ff0000;">(2)</span></sup> 30. Mai 2011, „<a href="http://tibetnews.de/2011/06/04/tibetischer-politischer-gefangener-aus-dem-kloster-ganden-stirbt-nach-15-jahren-gefangenschaft/">Tibetischer politischer Gefangener aus dem Kloster Ganden stirbt nach 15 Jahren Gefangenschaft</a>“</p>
<p><sup><span style="color: #ff0000;">(3)</span></sup> 13. September 2011, „<a href="http://tibetnews.de/2011/09/21/tibetischer-monch-stirbt-nach-zehn-jahren-im-chinesischen-gefangnis/">Tibetischer M&#246;nch stirbt nach zehn Jahren im chinesischen Gef&#228;ngnis</a>“</p>
<p><sup><span style="color: #ff0000;">(4)</span></sup> 12. August 2011, „<a href="http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2011/ThinleyDead_12.8r.html" target="_blank">25j&#228;hriger tibetischer politischer Gefangener stirbt an den Folgen schwerer Mi&#223;handlungen durch die Polizei</a>“</p>
<blockquote><p>Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD), <a href="http://www.tchrd.org/" target="_blank">www.tchrd.org</a>, 20. Oktober 2011</p>
<p>&#220;bersetzung: Adelheid D&#246;nges, Revision: Angelika Mensching (Internationale Gesellschaft f&#252;r Menschenrechte &#8211; IGFM)</p></blockquote>
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		<title>Zwei junge M&#246;nche in Ngaba aus politischen Gr&#252;nden festgenommen &#8211; Kinder zum Verlassen tibetischer Einrichtungen gezwungen</title>
		<link>http://tibetnews.de/2011/11/12/zwei-junge-monche-in-ngaba-aus-politischen-grunden-festgenommen-kinder-zum-verlassen-tibetischer-einrichtungen-gezwungen/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 20:37:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tibetnews</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[News Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das scharfe Vorgehen gegen die Tibeter in Ngaba nimmt immer heftigere Z&#252;ge an, am schlimmsten betroffen sind die M&#246;nche, denen systematisch ihre Religionsfreiheit und die Menschenrechte genommen werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das scharfe Vorgehen gegen die Tibeter in Ngaba nimmt immer heftigere Z&#252;ge an, am schlimmsten betroffen sind die M&#246;nche, denen systematisch ihre Religionsfreiheit und die Menschenrechte genommen werden.</p>
<p>Am 4. November 2011 wurde ein weiterer M&#246;nch festgenommen. Chinesische Sicherheitsbeamte nahmen den 19j&#228;hrigen M&#246;nch Yonten (der Name des Vaters ist Sonam Dhargye, der seiner Mutter Sonam Dolma) um 10 Uhr vormittags in seiner Behausung im Kloster Kirti fest. Und am 6. November nahmen sie den 21j&#228;hrigen M&#246;nch Lobe nachmittags fest. Die Gr&#252;nde f&#252;r die Festnahmen sind unbekannt und ebenso, wohin die jungen M&#246;nche verbracht wurden.</p>
<div id="attachment_3381" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><img class="size-full wp-image-3381" title="Festnahmen in Ngaba" src="http://tibetnews.de/wp-content/uploads/2011/11/12-11-2011.jpg" alt="Festnahmen in Ngaba" width="491" height="235" /><p class="wp-caption-text">Festnahmen in Ngaba</p></div>
<p>Seit sich im M&#228;rz der erste M&#246;nch im Kloster Kirti verbrannte hatte, gab es dort eine alarmierende Zahl von Festnahmen, Verschwindenlassen oder Todesf&#228;llen. Chinesische paramilit&#228;rische Truppen verschleppten nach dem Vorfall im M&#228;rz &#252;ber 300 tibetische M&#246;nche, ohne irgendeinen Grund f&#252;r ihr hartes Vorgehen oder den Ort, wohin sie die M&#246;nche gebracht haben, zu nennen.</p>
<p>Die Sprecher des Schwesterklosters Kirti im Exil in Dharamsala, Kanyak Tsering und Lobsang Yeshe, berichteten, da&#223; viele in Zivil gekleidete Angeh&#246;rige der bewaffneten Volkspolizei und des B&#252;ros f&#252;r &#214;ffentliche Sicherheit im Bezirk Ngaba im Einsatz seien. &#220;ber 200 chinesische Beamte belagern das Kloster Kirti und &#252;berwachen streng den Tagesablauf und das Leben der M&#246;nche. Die t&#228;gliche religi&#246;se Routine im Kloster hat ihren Rhythmus v&#246;llig verloren, weil die M&#246;nche immer wieder zu den l&#228;stigen „patriotischen Sitzungen“ gerufen werden.</p>
<p>„Chinesische Offizielle suchen auch die Bauern und Nomaden auf dem Lande zuhause auf und verlangen, da&#223; alle Kinder unter 18 Jahren auf chinesische Schulen geschickt werden. Eltern werden aufgefordert, diejenigen Kinder, die sie bisher in tibetischen Kl&#246;stern unterrichten lie&#223;en, dort herausnehmen und in chinesische Einrichtungen zu schicken“.</p>
<p>„Wenn die Familien der Aufforderung keine Folge leisten, werden sie f&#252;r jedes Kind, das in einer tibetischen Einrichtung unterrichtet wird, mit einer Geldstrafe von 3.000 Yuan bestraft“.</p>
<p>Im September wurde vom Tod eines M&#246;nches, Yeshe Tenzin, in der Pr&#228;fektur Nagchu in der TAR berichtet, der w&#228;hrend seiner 10j&#228;hrigen Gef&#228;ngniszeit heftige Mi&#223;handlungen erlitten hatte und Schwerstarbeit verrichten mu&#223;te <span style="color: #ff0000;"><sup>(1)</sup></span>.</p>
<p>Die US Congressional Excecutive Commission on China pflegt eine Datenbank <sup><span style="color: #ff0000;">(2)</span></sup> &#252;ber politische Gefangene, die am Stichtag, dem 1. September 2010, achthundertvierundzwanzig tibetische politische und Gewissensgefangene z&#228;hlte. Sie werden diversen Formen der Mi&#223;handlung wie Schl&#228;gen, Entzug von Nahrung, Wasser und Schlaf &#252;ber l&#228;ngere Zeit unterzogen.</p>
<p>China versucht, die Provinz Sichuan komplett zu isolieren, seit es dort zu den Selbstverbrennungen kam: Die letzte fand am 3. November statt, als sich eine 35j&#228;hrige Nonne in Tawu anz&#252;ndete und ihren Verletzungen erlag. Infolge des mangelnden Zugangs zu Informationen und der beh&#246;rdliche Abriegelung der Provinz Sichuan ist es nahezu unm&#246;glich, festzustellen, wie viele tibetische politische Gefangene es tats&#228;chlich gibt.</p>
<p><sup><span style="color: #ff0000;">(1)</span></sup> 13.9.2011 „<a href="http://tibetnews.de/2011/09/21/tibetischer-monch-stirbt-nach-zehn-jahren-im-chinesischen-gefangnis/">Tibetischer M&#246;nch stirbt nach zehn Jahren im chinesischen Gef&#228;ngnis</a>“</p>
<p><sup><span style="color: #ff0000;">(2)</span></sup> <a href="http://www.cecc.gov/pages/victims/index.php" target="_blank">CECC Political Prisoner Database</a></p>
<p>Bitte unterzeichnen Sie, falls Sie es noch nicht getan haben, die Avaaz-Petition &#8220;<a href="https://secure.avaaz.org/en/save_tibetan_lives/" target="_blank">Tibet&#8217;s Cry for Help</a>&#8221; und leiten Sie den Link weiter.</p>
<blockquote><p>The Tibet Post International, <a href="http://www.tibetpost.net/" target="_blank">www.tibetpost.net</a>, 9. November 2011</p>
<p>&#220;bersetzung: Adelheid D&#246;nges, Revision: Angelika Oppenheimer (Internationale Gesellschaft f&#252;r Menschenrechte &#8211; IGFM)</p></blockquote>
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		<title>ICT-Kalender 2012</title>
		<link>http://tibetnews.de/2011/11/10/ict-kalender-2012/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 11:45:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tibetnews</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[News Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Tipp]]></category>

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		<description><![CDATA[Der ICT-Kalender 2012 (ca. 30 x 30 cm) w&#252;rdigt das mutige Wirken von Autoren und Intellektuellen, die trotz drohender Repressionen mit ihren Gedichten und Texten „das Schweigen durchbrechen“ und auf die bedr&#252;ckende Situation des tibetischen Volkes hinweisen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.savetibet.de/index.php?id=963&amp;rid=t_4327&amp;mid=395&amp;aC=e8ac337f&amp;jumpurl=6" target="_blank">ICT-Kalender 2012</a> (ca. 30 x 30 cm) w&#252;rdigt das mutige Wirken von Autoren und Intellektuellen, die trotz drohender Repressionen mit ihren Gedichten und Texten „das Schweigen durchbrechen“ und auf die bedr&#252;ckende Situation des tibetischen Volkes hinweisen. Zw&#246;lf gro&#223;formatige Bilder aus Tibet verleihen den tibetischen Gedichten und Texten, die in englischer &#220;bersetzung abgedruckt sind, zus&#228;tzliche Kraft. Dieser Kalender ist ein Muss f&#252;r alle Tibetfreundinnen und -freunde und nicht zuletzt auch ein ausgezeichnetes Geschenk.</p>
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		<title>Der Karmapa fordert China auf, seine Tibet-Politik zu revidieren</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 17:23:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tibetnews</dc:creator>
				<category><![CDATA[Appelle]]></category>
		<category><![CDATA[News Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 17. Karmapa, Orgyen Thinley Dorje, dr&#228;ngte Peking, angesichts der Welle der Selbstverbrennungen seine Tibet-Politik zu revidieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 17. Karmapa, Orgyen Thinley Dorje, dr&#228;ngte Peking, angesichts der Welle der Selbstverbrennungen seine Tibet-Politik zu revidieren. „Die chinesische F&#252;hrung sollte ihre Politik den Tibetern und anderen Minderheiten gegen&#252;ber ernstlich &#252;berdenken“, sagte er heute in einer Erkl&#228;rung.</p>
<p>„Solch drastische Akte haben ihren Ursprung in den verzweifelten Umst&#228;nden, unter denen die Tibeter derzeit leben m&#252;ssen“, fuhr er fort und f&#252;gte hinzu, da&#223; eine skrupellose Antwort des Staates die Dinge nur noch verschlimmern w&#252;rde. „Ich appelliere an die chinesische F&#252;hrung, den rechtm&#228;&#223;igen Forderungen der Tibeter stattzugeben und in vern&#252;nftige Gespr&#228;che mit ihnen zu treten statt zu versuchen, sie auf brutale Weise zum Schweigen zu bringen.“</p>
<div id="attachment_3391" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><img class="size-full wp-image-3391" title="Der 17. Karmapa Orgyen Thinley Dorje" src="http://tibetnews.de/wp-content/uploads/2011/11/karmapa-dorje.jpg" alt="Der 17. Karmapa Orgyen Thinley Dorje" width="491" height="235" /><p class="wp-caption-text">Der 17. Karmapa Orgyen Thinley Dorje</p></div>
<p>In den vergangenen Monaten haben elf Tibeter – zumeist junge M&#246;nche und Nonnen – aus Protest gegen die Gewaltherrschaft Chinas Feuer an sich gelegt und die R&#252;ckkehr des Dalai Lama gefordert. Sechs von ihnen, darunter zwei Nonnen, sind gestorben, w&#228;hrend der Zustand der sieben anderen unbekannt bleibt.</p>
<p>„Die Lage ist unertr&#228;glich schwierig, aber trotzdem brauchen wir gr&#246;&#223;eren Mut und gr&#246;&#223;ere Entschlossenheit“. „Jede Nachricht &#252;ber eine Selbstverbrennung in Tibet hat mein Herz mit Schmerz erf&#252;llt“ „In der buddhistischen Lehre ist das Leben kostbar. Um irgend etwas Bedeutungsvolles zu erreichen, m&#252;ssen wir unser Leben erhalten. Wir Tibeter sind nur wenige an der Zahl, deshalb ist das Leben eines jeden Tibeters so wertvoll f&#252;r die Sache Tibets“.</p>
<p>Er mahnte die Tibeter, sich nicht mehr selbst zu verbrennen, sie sollten vielmehr „konstruktive Wege finden, um f&#252;r die Sache Tibets zu wirken“. Der Karmapa bat die Tibeter, trotz der schweren Lage die Hoffnung, Freiheit von der chinesischen Herrschaft zu finden, nicht aufzugeben. „Obwohl die Lage &#228;u&#223;erst schwierig ist, m&#252;ssen wir lange leben und sollten stark bleiben, ohne dabei unser langfristiges Ziel aus den Augen zu verlieren.“</p>
<blockquote><p>The Tibet Express, <a href="http://www.tibetexpress.net/" target="_blank">www.tibetexpress.net</a>, 9. November 2011</p>
<p>&#220;bersetzung: Adelheid D&#246;nges, Revision: Angelika Oppenheimer (Internationale Gesellschaft f&#252;r Menschenrechte &#8211; IGFM)</p></blockquote>
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		<title>„Tibet brennt“ von Tsering Woeser</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 17:09:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tibetnews</dc:creator>
				<category><![CDATA[News Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[special]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Essay vom 18. Oktober stellt Woeser Betrachtungen &#252;ber die j&#252;ngste Reihe der Selbstverbrennungen von Tibetern an. Inzwischen gab es eine weitere tragische Nachricht: Am 3. November verbrannte sich die 35j&#228;hrige Nonne Palden Choetso aus dem Kloster Ganden Choeling in der TAP Kardze, Osttibet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Essay vom 18. Oktober stellt Woeser Betrachtungen &#252;ber die j&#252;ngste Reihe der Selbstverbrennungen von Tibetern an. Inzwischen gab es eine weitere tragische Nachricht: Am 3. November verbrannte sich die 35j&#228;hrige Nonne Palden Choetso aus dem Kloster Ganden Choeling in der TAP Kardze, Osttibet.</p>
<p>„Als ich heute Abend Online ging, sah ich, da&#223; sich noch ein M&#246;nch verbrannt hatte: der 38j&#228;hrige Dawa Tsering aus der Region Kham (heute Pr&#228;fektur Kardze der Provinz Sichuan). Um die Mittagszeit, als im Kloster gerade Ritualt&#228;nze aufgef&#252;hrt wurden, legte er Feuer an sich und rief von Flammen umzingelt: „La&#223;t Seine Heiligkeit den Dalai Lama nach Tibet zur&#252;ckkehren! Tibet hat keine Menschenrechte!“. Seine Mitm&#246;nche l&#246;schten das Feuer und brachten ihn ins Krankenhaus, aber sp&#228;ter wieder zur&#252;ck ins Kloster. Es hei&#223;t, seine Verletzungen seien sehr ernst. Heute steht das Kloster von Kardze unter der strengen Kontrolle der Milit&#228;rpolizei. Dawa Tsering ist der elfte Tibeter, der sich seit 2009 selbst verbrannte.</p>
<p>Am 27. Februar 2009 starb der 24j&#228;hrige M&#246;nch Tapey vom Kloster Kirti in Ngaba, Amdo, als Folge seiner Brandverletzungen. Es war vielleicht das erste Mal, da&#223; jemand innerhalb Tibets zur Selbstverbrennung schritt, um seinen Willen kundzutun. In einem fr&#252;heren Essay unter dem Titel „Tapey, ein M&#228;rtyrer, der seinen Leib opferte“, schrieb ich: „Er hielt die Schneel&#246;wenflagge und ein Bild Seiner Heiligkeit in die H&#246;he, z&#252;ndete seine benzingetr&#228;nkte Robe an und rannte als brennende Fackel auf die Stra&#223;e hinaus, um gegen die Finsternis zu protestieren, die Tibet eingeh&#252;llt hat“.</p>
<div id="attachment_3352" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://tibetnews.de/wp-content/uploads/2011/09/woeser3.jpg"><img class="size-full wp-image-3352" title="Tsering Woeser" src="http://tibetnews.de/wp-content/uploads/2011/09/woeser3.jpg" alt="Tsering Woeser" width="491" height="235" /></a><p class="wp-caption-text">Tsering Woeser</p></div>
<p>Zwei Jahre sp&#228;ter, am 16. M&#228;rz 2011, starb der 20j&#228;hrige M&#246;nch Phuntsog aus dem Kloster Kirti in Ngaba, Amdo, als Folge der Selbstverbrennung. Ausgehend von Berichten, die mir ortsans&#228;ssige Tibeter zukommen lie&#223;en, dokumentierte ich die Szene in einem Essay: „An einem sonnigen Nachmittag, verlie&#223; er das Kloster, das unter der scharfen &#220;berwachung der Milit&#228;rpolizei stand, und wanderte bis zum Ende der sonnendurchfluteten Stra&#223;e. Dort ging er pl&#246;tzlich in Flammen auf. Aus dem um ihn lodernden Feuer heraus schrie er: „La&#223;t Seine Heiligkeit zur&#252;ckkehren!“, „Tibet mu&#223; frei sein!“, „Lang lebe der Dalai Lama!“.</p>
<p>Die Leute blieben stehen und blicken schockgel&#228;hmt auf ihn. Bald f&#252;llte sich die gesamte Stra&#223;e mit schwer bewaffneten Sicherheitskr&#228;ften, Sondereinsatztruppen und Polizisten in Uniform und in Zivil. Sie traktierten Phuntsog wie wild mit ihren Kn&#252;ppeln. Taten sie es, um das Feuer zu l&#246;schen, oder um ihn zu schlagen?</p>
<p>Im Verlauf der n&#228;chsten Monate ereigneten sich bis gestern [17. Oktober] acht F&#228;lle von Selbstverbrennung, einer um den anderen. Es waren dies: Der 29j&#228;hrige M&#246;nch Tsewang Norbu aus dem Kloster Nyitso im Bezirk Tawu, Kham; der 18j&#228;hrige Lobsang Kelsang; der 18j&#228;hrige Lobsang Kunchok; der 17j&#228;hrige Kelsang Wangchuk – alles M&#246;nche des Klosters Kirti; dann der 19j&#228;hrige Choephel; der 18j&#228;hrige Khaying und der 19j&#228;hrige Norbu Dramdul, die fr&#252;her ebenfalls M&#246;nche im Kloster Kirti waren, aber wegen der repressive Atmosph&#228;re dort hatten sie ihre Robe abgelegt. Was die Leute besonders bek&#252;mmert und betr&#252;bt macht, ist die gestrige Selbstverbrennung der 20j&#228;hrigen Tenzin Wangmo; sie war eine Nonne des Klosters Mamae im Bezirk Ngaba.</p>
<p>Was ist nun die Bedeutung der Selbstverbrennung? Ist es dasselbe wie Selbstmord? So viele tibetische M&#246;nche sind bereits Opfer von Selbstverbrennungen geworden. Ist es wirklich so, wie der sogenannte „Lebende Buddha“ Gyalton, der Vize-Pr&#228;sident der Buddhistischen Vereinigung von Sichuan, der seine Seele verkauft hat, behauptet: „Selbstmord ist ein sehr schwerer Versto&#223; gegen die buddhistische Lehre, jeder Akt von sich selbst zugef&#252;gtem Schaden ist g&#228;nzlich gegen die menschliche Natur. Diese st&#228;ndigen F&#228;lle von Selbstverbrennung unter den Tibetern rufen bei Leuten aller Gesellschaftsschichten Verst&#228;ndnislosigkeit hervor, sie empfinden nichts als Abscheu und Ekel“.</p>
<p>Bis auf den heutigen Tag beh&#228;lt die ganze Welt im Bewu&#223;tsein, wie sich 1963 ein vietnamesischer M&#246;nch im Zentrum der Stadt Saigon verbrannte <sup><span style="color: #ff0000;">(1)</span></sup>. Seine Landsleute verehren ihn als einen gro&#223;en M&#228;rtyrer und errichteten ihm eine Bronzestatue auf einem &#246;ffentlichen Platz, um an die tragische Szene der Selbstverbrennung zu erinnern. Der 67j&#228;hrige Thich Quang Duc hinterlie&#223; eine letzte Botschaft: „Ehe ich meine Augen schlie&#223;e und in die Vision des Buddha eintauche, ersuche ich ehrerbietig den Herrn Pr&#228;sidenten…, Mitgef&#252;hl mit den Menschen dieser Nation zu zeigen und das Prinzip der religi&#246;sen Gleichheit zu respektieren… Ich rufe die Ehrw&#252;rdigen, die Geistlichen, die Mitglieder der Sangha und die Laien-Buddhisten dazu auf, solidarisch zusammenzustehen und Opfer zu bringen, um den Buddhismus zu sch&#252;tzen“. Das sind genau die Aspirationen und Gef&#252;hle der zehn tibetischen M&#246;nche, Nonnen und Laien, die sich in Brand setzten.</p>
<p>Nachdem Thich Quang Duc Opfer der Selbstverbrennung geworden war, verbrannten sich innerhalb von wenigen Monaten sechs weitere M&#246;nche und Nonnen auf den Stra&#223;en Vietnams. Ein angesehener vietnamesischer M&#246;nch kommentierte das Verhalten dieser M&#228;rtyrer mit treffenden Worten:</p>
<p>„Die Medien nennen es Selbstmord, aber im wesentlichen ist das gar kein Selbstmord… In den letzten Aussagen, welche die M&#246;nche vor ihrem Tod machten, beteuerten sie alle, da&#223; das Ziel der Selbstverbrennung einzig und alleine ist, die Menschen wachzur&#252;tteln, an die Unterdr&#252;cker zu appellieren, sie m&#246;chten Sympathie zeigen, und die Welt auf das verfolgte Volk in Vietnam aufmerksam zu machen. Durch die Selbstverbrennung bezeugen sie, da&#223; das, was sie zu sagen haben, au&#223;erordentlich wichtig ist…. Dieser vietnamesische M&#246;nch setzte seine ganze Willenskraft und Entschlossenheit ein, um zu zeigen, da&#223; er bereit ist, den f&#252;rchterlichsten Schmerz zu ertragen, um sein Volk zu sch&#252;tzen… Der Akt der Selbstverbrennung, um seine Aspirationen und Bestrebungen kundzutun, sollte nicht als etwas Destruktives betrachtet werden, im Gegenteil, es ist etwas Konstruktives, ein Akt des Leidens und sogar des Sterbens f&#252;r das Volk. Das ist alles andere als Selbstmord“.</p>
<p>Tats&#228;chlich sind es die Diktatur und die schlimme Gewaltherrschaft, welche der menschlichen Natur zuwider sind. Sie sind es, welche die K&#246;rper buddhistischer M&#246;nche und Laien in Flammen aufgehen lassen. Ganz richtig erkl&#228;rte die Tibetologin Katia Buffetrille, die k&#252;rzlich Tibet bereiste: „Die M&#246;nche im Kloster Kirti befinden sich bereits in einem Zustand tiefer Hoffnungslosigkeit. Das ist so, weil sich die Lage dort kontinuierlich verschlimmert. Die Beh&#246;rden kennen keine andere Antwort als Repression…. und diese repressiven Strategien versch&#228;rfen die angespannten Beziehungen nur noch mehr. Ich h&#246;rte, da&#223; in der Gegend ein Flugblatt im Umlauf ist, auf dem steht: Wenn sich die Lage nicht bessert, wird es noch viel mehr M&#246;nche geben, die bereit sind, ihr Leben zu opfern“.</p>
<p>Peking, 18. Oktober 2011</p>
<p><sup><span style="color: #ff0000;">(1)</span></sup> Geschichte der Selbstverbrennung als Protest gegen politische Unterdr&#252;ckung, siehe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstverbrennung" target="_blank">Wikipedia</a></p>
<blockquote><p>HighPeaksPureEarth, <a href="http://www.highpeakspureearth.com/" target="_blank">www.HighPeaksPureEarth.com</a>, 3. November 2011</p>
<p>&#220;bersetzung: Adelheid D&#246;nges, Revision: Angelika Oppenheimer (Internationale Gesellschaft f&#252;r Menschenrechte &#8211; IGFM)</p></blockquote>
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		<title>US-Report bescheinigt schwere Unterdr&#252;ckung der Religionsfreiheit in Tibet</title>
		<link>http://tibetnews.de/2011/09/26/us-report-bescheinigt-schwere-unterdruckung-der-religionsfreiheit-in-tibet/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 16:52:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tibetnews</dc:creator>
				<category><![CDATA[China allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[News Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das US-State Department &#228;u&#223;erte sich in seinem Jahresbericht &#252;ber die Religionsfreiheit in aller Welt, der am 13. September herauskam, besorgt im Hinblick auf den Schutz der grundlegenden Menschenrechte in Tibet: „Die Regierung zeigte in Tibet so gut wie keinen Respekt vor der Religionsfreiheit“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Die Kontrolle der Religionsaus&#252;bung und des t&#228;glichen Ablaufs in den Kl&#246;stern und anderen religi&#246;sen Einrichtungen war weiterhin au&#223;erordentlich scharf“, hei&#223;t es in einem neuen Bericht &#252;ber die Religionsfreiheit in Tibet<sup><span style="color: #ff0000;">(1)</span></sup>. „Die schwierigen Bedingungen und religi&#246;sen Einschr&#228;nkungen brachten mehrere M&#246;nche soweit, da&#223; sie sich das Leben nahmen“.</p>
<p>Das US-State Department &#228;u&#223;erte sich in seinem Jahresbericht &#252;ber die Religionsfreiheit in aller Welt, der am 13. September herauskam, besorgt im Hinblick auf den Schutz der grundlegenden Menschenrechte in Tibet: „Die Regierung zeigte in Tibet so gut wie keinen Respekt vor der Religionsfreiheit“.</p>
<div id="attachment_3376" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><img class="size-full wp-image-3376" title="US-Report zu Menschenrechten in Cina" src="http://tibetnews.de/wp-content/uploads/2011/09/us-issue.jpg" alt="US-Report zu Menschenrechten in Cina" width="491" height="235" /><p class="wp-caption-text">US-Report zu Menschenrechten in Cina</p></div>
<p>„Obwohl die chinesische Verfassung die Religionsfreiheit aller ihrer B&#252;rger sch&#252;tzt, erl&#228;&#223;t die Regierung in der Praxis andere Gesetze und ordnet Ma&#223;nahmen an, welche die religi&#246;se Freiheit stark beschr&#228;nken“, steht in dem von Tibet handelnden Teil des Reports.</p>
<p>Der Bericht, der die Zeit von Juli bis Dezember 2010 erfa&#223;t, hebt die soziale Diskriminierung und die Restriktionen hervor, welchen die Tibeter seitens der Regierung und der Mehrheit der Han-Chinesen ausgesetzt sind.</p>
<p>„In dem erfa&#223;ten Zeitraum sahen sich die Tibeter weiterhin gesellschaftlicher Diskriminierung gegen&#252;ber, so wurden ihnen z.B. in gro&#223;en St&#228;dten wie Peking, Shanghai und Chengdu Hotelzimmer verweigert“.</p>
<p>„Die Lokalbeh&#246;rden setzen oft Eltern, besonders wenn sie Parteimitglieder oder Regierungsangestellte sind, unter Druck, ihre Kinder aus Kl&#246;stern und aus den den Kl&#246;stern angegliederten Privatschulen zu nehmen, sowie aus tibetischen Schulen in Indien zur&#252;ckzuholen“.</p>
<p>Das offizielle Dokument berichtete auch &#252;ber die Behinderungen, die Angeh&#246;rige des diplomatischen Corps der USA bei offiziellen Besuchen in der Autonomen Region Tibet erlebten; so wurde ihnen die „M&#246;glichkeit genommen, in tibetischen Gebieten offen mit den Leuten zu sprechen“.</p>
<p>Der Bericht geht auch auf die Verunglimpfung des spirituellen Oberhaupts der Tibeter, Seiner Heiligkeit des Dalai Lama, ein und stellt fest, da&#223; Bilder des Dalai Lama und von Gendun Choekyi Nyima, den der Dalai Lama und die &#252;berw&#228;ltigende Mehrheit der tibetischen Buddhisten als den 11. Panchen Lama anerkennen, von Regierungsbeamten in Kl&#246;stern und Privath&#228;usern entfernt wurden.</p>
<p>„Die Beh&#246;rden haben die Registrierung von Namen f&#252;r Kinder verboten, die einen oder mehrere Namen des Dalai Lama enthalten, au&#223;erdem gewisse Namen aus einer Liste vom Dalai Lama empfohlener, Segen bringender Namen“.</p>
<p>Der Bericht erw&#228;hnt auch, da&#223; die Kampagne der „patriotischen Umerziehung“ in den Kl&#246;stern, in deren Rahmen die chinesische Regierung die M&#246;nche der „Erziehung in Gesetzeskunde“ unterzieht, „im Management der Kl&#246;ster allm&#228;hlich zu einer Routinesache“ geworden ist.</p>
<p>„Die Beh&#246;rden zwangen oftmals M&#246;nche und Nonnen, den Dalai Lama zu schm&#228;hen und sich mit Materialien zu besch&#228;ftigen, welche die F&#252;hrung der KPC und das sozialistische System loben und preisen. Sie zwangen M&#246;nche und Nonnen auch, dem von der Regierung eingesetzten 11. Panchen Lama ihre Loyalit&#228;t zu bezeugen“.</p>
<p>Die US-Regierung beanstandet in ihrem Bericht die fortw&#228;hrende religi&#246;se Verfolgung und Diskriminierung in Tibet und fordert die Regierungsfunktion&#228;re auf, in einen konstruktiven Dialog mit dem Dalai Lama und seinen Repr&#228;sentanten zu treten sowie die politischen Strategien in den tibetischen Gebieten, die infolge der Beeintr&#228;chtigung der tibetischen Religion, Kultur und des t&#228;glichen Lebens und ebenso der Umwelt, zu Spannungen f&#252;hrten, zu revidieren“.</p>
<p>„In China leiden tibetische Buddhisten, uighurische Muslime, christliche Hauskirchen, alle unter den Beschr&#228;nkungen, welche die Regierung ihrer religi&#246;sen Praxis auferlegt“, sagte Secretary of State Hillary Clinton bei der Ver&#246;ffentlichung des Berichts. „Indem wir diesen Bericht vorstellen, betonen wir die Rolle, welche Religionsfreiheit und Toleranz beim Aufbau von stabilen und harmonischen Gesellschaften spielen“, fuhr sie fort.</p>
<p><sup><span style="color: #ff0000;">(1)</span></sup> Der gesamte Bericht des US Department of State „<a href="http://www.state.gov/g/drl/rls/irf/2010_5/168351.htm" target="_blank">July-December, 2010 International Religious Freedom Report</a>“</p>
<blockquote><p>Phayul, <a href="http://www.phayul.com/" target="_blank">www.phayul.com</a>, 14. September 2011</p>
<p>&#220;bersetzung: Adelheid D&#246;nges, Revision: Angelika Oppenheimer (Internationale Gesellschaft f&#252;r Menschenrechte &#8211; IGFM)</p></blockquote>
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		<title>Erneut Selbstverbrennung zweier M&#246;nche in Tibet</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 12:43:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tibetnews</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[News Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Montagmorgen haben sich erneut zwei M&#246;nche des Klosters Kirti in Ngaba, Osttibet (Sichuan), in Brand gesetzt. Chinesische Sicherheitskr&#228;fte versuchten, die Flammen zu l&#246;schen, dennoch erlag einer der M&#246;nche bereits vor Ort seinen schweren Verletzungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montagmorgen haben sich erneut zwei M&#246;nche des Klosters Kirti in Ngaba, Osttibet (Sichuan), in Brand gesetzt. Chinesische Sicherheitskr&#228;fte versuchten, die Flammen zu l&#246;schen, dennoch erlag einer der M&#246;nche bereits vor Ort seinen schweren Verletzungen. Der zweite Tibeter wurde an einen unbekannten Ort gebracht, sein Zustand ist nach Informationen des Tibetan Center for Human Rights and Democracy (TCHRD) kritisch. „Die Selbstverbrennungen in den letzten Monaten zeigen deutlich die wachsende Hoffnungslosigkeit der Tibeter angesichts anhaltender Repressionen durch die chinesischen Beh&#246;rden“, sagte der Vorsitzende der Tibet Initiative Deutschland (TID) Wolfgang Grader.</p>
<div id="attachment_3372" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><img class="size-full wp-image-3372" title="Erneute Selbstverbrennung" src="http://tibetnews.de/wp-content/uploads/2011/09/kirti.jpg" alt="Erneute Selbstverbrennung" width="491" height="235" /><p class="wp-caption-text">Erneute Selbstverbrennung</p></div>
<p>Unmittelbar vor der Selbstverbrennung der beiden etwa 18 Jahre alten M&#246;nche Lobsang Kunchok und Lobsang Kelsang, protestierten sie friedlich auf dem Marktplatz im Kreis Ngaba. Sie riefen „Lang lebe der Dalai Lama“ und forderten Religionsfreiheit in Tibet. „Seit den Unruhen 2008 ist die Religionsfreiheit durch Umerziehungsma&#223;nahmen immer weiter eingeschr&#228;nkt worden“, sagte Grader. „Diese systematische Unterdr&#252;ckung sorgt besonders in den Kl&#246;stern f&#252;r Verzweiflung.“</p>
<p>Bereits im M&#228;rz dieses Jahres verbrannte sich in Ngaba der Cousin Lobsang Kelsangs, Phuntsok, aus Protest. Anschlie&#223;end kam es zu Demonstrationen, an denen rund 1.000 Tibeter teilnahmen. Die Proteste wurden von den chinesischen Sicherheitskr&#228;ften gewaltsam niedergeschlagen, das Kloster Kirti gest&#252;rmt und mehr als 300 M&#246;nche zur &#8220;patriotischen Umerziehung&#8221; abtransportiert. Im August setzte sich erneut ein 29-j&#228;hriger M&#246;nch aus der tibetischen Pr&#228;fektur Gardze in Brand. Auch hier kam es zu Verhaftungen.</p>
<p>Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) setzt sich seit ihrer Gr&#252;ndung 1989 f&#252;r das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes und die Wahrung der Menschenrechte in Tibet ein. Mit bundesweit &#252;ber 60 ehrenamtlichen Regionalgruppen/Kontaktstellen und nahezu 2.000 Mitgliedern gibt sie Tibet eine starke Stimme.</p>
<blockquote><p>Tibet Initiative Deutschland e.V., <a href="http://www.tibet-initiative.de/" target="_blank">www.tibet-initiative.de</a></p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Chinesische Minenbetreiber schie&#223;en bei Lohnstreit auf tibetische Arbeiter</title>
		<link>http://tibetnews.de/2011/09/23/chinesische-minenbetreiber-schiesen-bei-lohnstreit-auf-tibetische-arbeiter/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 07:19:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tibetnews</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[News Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vier tibetische Arbeiter wurden k&#252;rzlich in der Gegend von Chatreng in Kardze verletzt, als chinesische Bergwerksbosse wegen eines Zwistes um Lohnauszahlung das Feuer auf sie er&#246;ffnen lie&#223;en, wie ein neu eingetroffener Fl&#252;chtling dem Radiodienst Voice of Tibet berichtete.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vier tibetische Arbeiter wurden k&#252;rzlich in der Gegend von Chatreng in Kardze verletzt, als chinesische Bergwerksbosse wegen eines Zwistes um Lohnauszahlung das Feuer auf sie er&#246;ffnen lie&#223;en, wie ein neu eingetroffener Fl&#252;chtling dem Radiodienst Voice of Tibet berichtete.</p>
<div id="attachment_3368" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><img class="size-full wp-image-3368" title="Blutiges Minen-Business" src="http://tibetnews.de/wp-content/uploads/2011/09/shooting.jpg" alt="Blutiges Minen-Business" width="491" height="235" /><p class="wp-caption-text">Blutiges Minen-Business</p></div>
<p>„Vor vier Jahren wurde mit dem Bergbau an dem Pamo-Ri in Chatreng begonnen“, berichtete der Tibeter. „Es kam zwischen den tibetischen Arbeitern und ihren chinesischen Bossen zu einem Streit um die L&#246;hne. Sp&#228;ter riefen die Chinesen die Polizei, die auf die tibetischen Arbeiter schoss.“</p>
<p>Die Tiber kontaktierten chinesische Medien und baten diese, den Vorfall zu dokumentieren, doch diese schenkten ihnen keine Aufmerksamkeit. Am n&#228;chsten Tag veranstalteten die frustrierten Tibeter, etwa 200 an der Zahl, eine Protestaktion gegen die Lokalbeh&#246;rden. „Die Tibeter dort sind hilflos, so fingen sie an, gegen die Beh&#246;rden zu demonstrieren, doch die Polizei schlug mit aller Brutalit&#228;t auf sie ein“.</p>
<p>China k&#252;ndigte im letzten Monat an, dass der Abbau von Bodensch&#228;tzen auf dem tibetischen Hochland in den kommenden Jahren intensiviert werden soll. Dabei erkl&#228;rte der damalige Parteisekret&#228;r der Autonomen Region Tibet Medienvertretern, der Zweck des Bergbaus sei, „der einheimischen tibetischen Bev&#246;lkerung Nutzen zu bringen“. „Der Abbau sollte in einer umweltfreundlichen Art und Weise erfolgten und dazu verhelfen, Arbeitsm&#246;glichkeiten f&#252;r die einheimische Bev&#246;lkerung zu schaffen und ihr Einkommen zu verbessern“, wurde Zhang Qingli zitiert.</p>
<p>Exiltibeter hegen jedoch gro&#223;e Zweifel daran, ob China bei dem Bergwerksbetrieb auf dem tibetischen Hochland seine Versprechen einhalten wird.</p>
<p>Der Chef des Umwelt- und Entwicklungsressorts der Tibetischen Zentralverwaltung, Tenzin Norbu, sagte letzten Monat, die chinesische Regierung versuche vor den internationalen Medien ihre vergangenen Fehler „gr&#252;n zu waschen“ und h&#228;lt wieder einmal die Ortsbewohner zum Narren.</p>
<p>„Derartige Versprechen von Arbeitspl&#228;tzen und Einkommensverbesserungen wurden den Tibetern in Phondo, Lhundrup Dzong und vielen anderen bodenschatzreichen Gegenden gemacht, aber als dann der Bergwerksbetrieb aufgenommen wurde, gingen sie leer aus. H&#228;ufig kommt es in den tibetischen Siedlungsgebieten zu Protesten gegen die Bergwerke, weil der Umweltschutz vernachl&#228;ssigt und die Natur massiv verschmutzt wird“, f&#252;gte Norbu hinzu.</p>
<p><a href="http://org2.democracyinaction.org/o/5380/p/dia/action/public/?action_KEY=8235" target="_blank">Online-Aktion</a> von „Tibetan Nomad Rights“ (<a href="http://www.nomadrights.org/" target="_blank">www.nomadrights.org</a>), die an den Generalsekret&#228;r der UNO, Ban Ki-moon, sich f&#252;r die Nomaden in Tibet einzusetzen!</p>
<blockquote><p>Phayul, <a href="http://www.phayul.com/" target="_blank">www.phayul.com</a>, 20. September 2011</p>
<p>&#220;bersetzung: Adelheid D&#246;nges, Revision: Angelika Oppenheimer (Internationale Gesellschaft f&#252;r Menschenrechte &#8211; IGFM)</p></blockquote>
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		<title>Tibetischer M&#246;nch stirbt nach zehn Jahren im chinesischen Gef&#228;ngnis</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 05:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tibetnews</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[News Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein ehemaliger tibetischer politischer Gefangener aus dem Bezirk Sog, Pr&#228;fektur Nagchu, TAR, der M&#246;nch Gedun Yeshe Tenzin, starb am 7. September nach Verb&#252;&#223;ung seiner zehnj&#228;hrigen Haftstrafe an den Folgen der extremen Folter, der er im Gef&#228;ngnis unterzogen wurde. Einige &#228;u&#223;erten auch die Vermutung, er sei vor seiner Entlassung vergiftet worden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein ehemaliger tibetischer politischer Gefangener aus dem Bezirk Sog, Pr&#228;fektur Nagchu, TAR, der M&#246;nch Gedun Yeshe Tenzin, starb am 7. September nach Verb&#252;&#223;ung seiner zehnj&#228;hrigen Haftstrafe an den Folgen der extremen Folter, der er im Gef&#228;ngnis unterzogen wurde. Einige &#228;u&#223;erten auch die Vermutung, er sei vor seiner Entlassung vergiftet worden.</p>
<div id="attachment_3362" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><img class="size-full wp-image-3362" title="Gedun Yeshe Tenzin" src="http://tibetnews.de/wp-content/uploads/2011/09/prayer.jpg" alt="Gedun Yeshe Tenzin" width="491" height="235" /><p class="wp-caption-text">Gedun Yeshe Tenzin</p></div>
<p>Yeshe Tenzin, ein buddhistischer M&#246;nch aus dem Kloster Sog Tsendhan im Bezirk Sog, wurde 2000 zusammen mit Choeying Khedup, Ngawang Gyurmey, Tenzin Choewang, Mikya Tsering Lhagon uand Taru Yeshe festgenommen<sup><span style="color: #ff0000;">(1)</span></sup>. Sie hatten Flugschriften, in denen sie Freiheit f&#252;r Tibet forderten, verteilt. Au&#223;erdem fanden sich Audiokassetten mit Reden des Dalai Lama bei ihnen.</p>
<p>Sp&#228;ter wurden die M&#246;nche von dem Distriktgericht in Nagchu zu verschieden langen Haftstrafen verurteilt, Yeshe Tenzin zu zehn Jahren und Choeying Khedup zu lebensl&#228;nglich<sup><span style="color: #ff0000;">(2)</span></sup>.</p>
<p>Tenzin Choewang, Ngawang Gyurmey, Tsering Lhagon und Taru Yeshe bekamen jeweils 3, 15, 15 und 5 Jahre Gef&#228;ngnis. Gedun Yeshe Tenzin wurde im Dezember 2010 nach Ablauf seiner Haftstrafe entlassen, allerdings in k&#246;rperlich sehr schwachem Zustand.</p>
<p>„Die Beh&#246;rden warfen ihm auch vor, dass er Kalachakra-Belehrungen des Dalai Lama in Sikkim besucht habe“, f&#252;gte der aus dem Bezirk Sog stammende und jetzt im Exil lebende Ngawang Tharpa hinzu. „Seine Familie und Verwandten brachten ihn w&#228;hrend der vergangenen 10 Monate in mehrere Krankenh&#228;user, aber alles war vergeblich. Er starb schlie&#223;lich zu Hause“.</p>
<p>„&#220;ber die Jahre im Gef&#228;ngnis wurde er derma&#223;en heftig geschlagen und gefoltert, dass er einem schweren Siechtum anheimfiel. Einige Leute hegen jedoch den Verdacht, dass die Handlanger des Staates tibetischen Gefangenen kurz vor dem Ende ihrer Haftzeit oder bei der medizinischen Untersuchung vor der Entlassung eine Art von giftiger Substanz verabreichen“, f&#252;gte er hinzu.</p>
<p>Ein weiterer politischer Gefangener aus dem Bezirk Sog starb tibetischen Quellen zufolge an derselben Krankheit. „Die meisten der Gefangenen in Sog hatten nach der Entlassung aus dem chinesischen Gef&#228;ngnis ernste gesundheitliche Probleme“.</p>
<p>Von drei jungen Tibetern, Gyaltsen, Wangchuk und Namkha, die im Oktober 2009 in Sog festgenommen wurden, fehlt seither jegliche Spur<sup><span style="color: #ff0000;">(3)</span></sup>. Die Polizei verweigert ihren Angeh&#246;rigen den Kontakt mit ihnen.</p>
<p>Einer anonymen Quelle aus Tibet zufolge, &#252;berwachte die Polizei ihre Internetaktivit&#228;ten und das Chat-Forum (qq.com), &#252;ber das sie Photos und Reden Seiner Heiligkeit des Dalai Lama austauschten. Die Polizei beschuldigte die drei auch, mit Personen im Ausland Kontakte gepflegt zu haben.</p>
<p><sup><span style="color: #ff0000;">(1)</span></sup> 9. August 2000, „Acht Tibeter in Distrikt Sog verhaftet“<br />
<a href="http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2000/Acht%20Tibeter%20verhaftet.html" target="_blank">http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2000/Acht%20Tibeter%20verhaftet.html</a></p>
<p><sup><span style="color: #ff0000;">(2)</span></sup> HRU Juli 2011: Teil 2 „Sechs Personen aus Distrikt Sog zu harten Strafen verurteilt“<br />
<a href="http://www.igfm-muenchen.de/tibet/HRU/2001/HRU-2001-07.html" target="_blank">http://www.igfm-muenchen.de/tibet/HRU/2001/HRU-2001-07.html</a></p>
<p><sup><span style="color: #ff0000;">(3)</span></sup> 16. Oktober 2009, „Drei Tibeter wegen Eintr&#228;gen &#252;ber den Dalai Lama in Chat-Foren festgenommen“<br />
<a href="http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2009/Sog-DreiTibeterverhaftet_16.10.html" target="_blank">http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2009/Sog-DreiTibeterverhaftet_16.10.html</a></p>
<blockquote><p>The Tibet Post International, <a href="http://www.tibetpost.net/" target="_blank">www.tibetpost.net</a>, DIIR, <a href="http://www.tibet.net/" target="_blank">www.tibet.net</a>, 13. September 2011</p>
<p>&#220;bersetzung: Adelheid D&#246;nges, Revision: Angelika Oppenheimer (Internationale Gesellschaft f&#252;r Menschenrechte &#8211; IGFM)</p></blockquote>
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		<title>“Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit: Lama Jigme zum vierten Mal festgenommen!”</title>
		<link>http://tibetnews.de/2011/09/17/ich-bitte-um-ihre-aufmerksamkeit-lama-jigme-zum-vierten-mal-festgenommen/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 13:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tibetnews</dc:creator>
				<category><![CDATA[Appelle]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[News Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[High Peaks Pure Earth &#252;bersetzte einen Beitrag der tibetischen Schriftstellerin Woeser, der am 24. August auf ihrem Blog erschien. Darin berichtet sie von der erneuten Verhaftung von Lama Jigme.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>High Peaks Pure Earth &#252;bersetzte einen Beitrag der tibetischen Schriftstellerin Woeser, der am 24. August auf ihrem <a href="http://woeser.middle-way.net/2011/08/blog-post_24.html" target="_blank">Blog</a> erschien. Darin berichtet sie von der erneuten Verhaftung von Lama Jigme.</p>
<p>Die erste Nachricht &#252;ber die Festnahme tauchte &#252;brigens in einem tibetischen Blog namens sangdhor.com am 23. August auf, wo die Mitteilung aber schon wieder verschwunden ist. Woeser erw&#228;hnt auch den Besuch des chinesischen Panchen Lama im Kloster Labrang, siehe <a href="http://www.nytimes.com/2011/08/07/world/asia/07lama.html" target="_blank">http://www.nytimes.com/2011/08/07/world/asia/07lama.html</a>.</p>
<p><strong>Aus Woesers Blog:</strong><br />
Lama Jigme, der 1966 geboren wurde, wird dieses Jahr 45 Jahre alt. Sein offizieller Name ist Jigme Gyatso, der Name auf dem Personalausweis lautet Jigme, bekannt ist er auch als Jigme Guri. Er entstammt einer Bauernfamilie aus der Provinz Gansu, Pr&#228;fektur Kanlho, Bezirk Sangchu, Gemeinde Juicha, Dorf Lhutang. Mit 13 Jahren trat er ins Kloster Labrang ein, wo er M&#246;nch wurde. Fr&#252;her stand er dem Berufsausbildungs-Zentrum im Kloster Labrang vor und bekleidete sogar die Position des Vize-Vorsitzenden von dessen Demokratischem Verwaltungsrat. &#220;ber einen Zeitraum von f&#252;nf Jahren, von 2006 bis 2011, wurde Lama Jigme trotzdem vier Mal festgenommen.</p>
<div id="attachment_3327" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><img class="size-full wp-image-3327" title="Labrang Jigme Guri (Gyatso)" src="http://tibetnews.de/wp-content/uploads/2011/08/jigmeguri.jpg" alt="Labrang Jigme Guri (Gyatso)" width="491" height="235" /><p class="wp-caption-text">Labrang Jigme Guri (Gyatso)</p></div>
<p><strong>Erste Festnahme</strong><br />
Im Januar 2006 reiste Lama Jigme, der einen Reisepass besa&#223;, nach Indien zu der Kalachakra-Initiation, die Seine Heiligkeit der Dalai Lama gab, er hatte auch eine Audienz bei Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama. Nach seiner R&#252;ckkehr nach Labrang fiel er bei den Beh&#246;rden in Ungnade, sie sch&#246;pften Verdacht gegen ihn, und im April wurde er von dem Public Security Bureau (PSB) der Pr&#228;fektur Kanlho festgenommen. Nach 40 Tagen Inhaftierung lie&#223;en sie ihn aus Mangel an Beweisen wieder frei, so dass er in sein Kloster zur&#252;ckkehren konnte. Das war das erste Mal, dass er festgenommen wurde. Er bekam eine Geldstrafe von &#252;ber 10.000 RMB in bar aufgebrummt. Diese Summe, bei der es sich um Spendengelder handelte, war eigentlich als Gabe an andere Kl&#246;ster zum Anfertigen von Zelten vorgesehen, und bis zum heutigen Tag hat er das Geld nicht zur&#252;ckbekommen.</p>
<p><strong>Zweite Festnahme</strong><br />
Am 14. und 15. M&#228;rz 2008 erhoben sich die M&#246;nche des Klosters Labrang und veranstalteten als Reaktion auf die Ereignisse in Lhasa eine gro&#223;e Demonstration. Am 15. M&#228;rz schlugen die Beh&#246;rden die Proteste nieder und nahmen sehr viele M&#246;nche fest. Lama Jigme befand sich zu der Zeit in seiner Wohnung im Kloster, er war nicht an der Protestaktion beteiligt gewesen, die Beh&#246;rden verd&#228;chtigten ihn jedoch, der Drahtzieher im Hintergrund zu sein. Am 22. M&#228;rz wurde er daher v&#246;llig grundlos festgenommen und &#252;ber einen Monat lang vernommen und derma&#223;en schrecklich gefoltert, dass er beinahe gestorben w&#228;re. Er kam ins Krankenhaus und wurde nach einiger Zeit auf Bew&#228;hrung entlassen. Danach kehrte er in sein Kloster zur&#252;ck.</p>
<p><strong>Dritte Festnahme</strong><br />
Am 3. September 2008 sprach Lama Jigme in einem Video, das er der Welt zug&#228;nglich machte, zwanzig Minuten lang vor der Kamera. Er nannte seinen tats&#228;chlichen Namen, sprach selbst und zeigte sein Gesicht, w&#228;hrend er ein ausf&#252;hrliches Zeugnis &#252;ber die Ereignisse vom M&#228;rz 2008 in Tibet ablegte und den Hoffnungen der gew&#246;hnlichen Tibeter eine Stimme gab (Video: <a href="http://www.voanews.com/tibetan/archive/2008-09/2008-09-03-voa1.cfm">http://www.voanews.com/tibetan/archive/2008-09/2008-09-03-voa1.cfm</a>).<br />
Auf die Ausstrahlung des Videos durch die tibetische Sektion von Voice of America hin erschienen am 4. November um ca. 13 Uhr pl&#246;tzlich &#252;ber 70 bewaffnete Polizisten (einige waren vom PSB des Bezirks Xiahe) in seiner Wohnung und nahmen ihn fest. Nach sechs Monaten in der Haft kam Lama Jigme dank der Bem&#252;hungen zweier chinesischer Menschenrechtsanw&#228;lte, Li Fangping und Jiang Tianyong, am 3. Mai 2009 wieder frei.</p>
<p><strong>Vierte Festnahme</strong><br />
Am 20. August 2011 wurde Lama Jigme erneut in der Tibetisch-Autonomen Pr&#228;fektur Kanlho festgenommen. Die Gr&#252;nde sind unbekannt, es k&#246;nnte eine nachtr&#228;gliche Vergeltung f&#252;r die Video-Botschaft sein, in der er der Welt die Wahrheit &#252;ber die Unterdr&#252;ckung der Tibeter sagte. Es k&#246;nnte auch sein, dass seine Verhaftung etwas mit dem Besuch des staatlich eingesetzten „chinesischen Panchen Lama“ im Kloster Labrang zu tun hat.</p>
<p>Am Nachmittag des 21. August drangen &#252;ber 50 Polizeioffiziere (vermutlich von der Pr&#228;fektur Kanlho und von der Provinz Gansu) in Lama Jigmes Unterkunft im Kloster Labrang ein und konfiszierten Computer, Bilder des Dalai Lama, CDs und von ihm verfasste Texte. Seitdem ist sein Verbleib unbekannt.</p>
<p><a href="http://org2.democracyinaction.org/o/5380/p/dia/action/public/?action_KEY=8032" target="_blank">Die Online-Petition von International Tibet Network auf der Website „Free Tibetan Heroes“!</a></p>
<p>HighPeaksPureEarth, <a href="http://www.highpeakspureearth.com/">www.HighPeaksPureEarth.com</a>, 27. August 2011</p>
<p>&#220;bersetzung: Adelheid D&#246;nges, Revision: Angelika Oppenheimer (Internationale Gesellschaft f&#252;r Menschenrechte &#8211; IGFM)</p>
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