China: Christen im Untergrund

Freitag, 25.12.2015, 23:55 Uhr | Kategorie(n): China allgemein, News Allgemein

In China breitet sich das Christentum mit einer für die Behörden beängstigenden Geschwindigkeit aus. In einer kleinen Gemeinde wurden jetzt wegen „Baumängeln“ die Kreuze von den Kirchendächern gerissen. Ein Vorgeschmack auf weitere Maßnahmen?

Alle Bittschreiben von Christen, Protestaktionen, Einsprüche haben nichts bewirkt. In diesem Jahr haben die Behörden in der chinesischen Provinz Zhejiang mehr als 1200 christliche Kirchen ihrer Kreuze beraubt. Vor den Augen bestürzter Gläubiger wurden sie von den Dächern der Kirchen gerissen. Christen fürchten, dass die Kampagne gegen die Kreuze in der Stadt Wenzhou ein Vorbote dafür sein könnte, wie die chinesischen Behörden künftig landesweit mit dem Christentum umgehen wollen.

Noch vor dem Jahresende will die chinesische Parteiführung eine nationale Konferenz über die „Religionsarbeit“ einberufen. Das letzte Mal wurde eine solche Konferenz vor zehn Jahren einberufen. Nach Berichten offizieller Medien will die Partei dann neue Richtlinien für die Religionspolitik in China verabschieden. Yu Zhengsheng, der im Politbüro für die Religionspolitik zuständig ist, hat den Führern der fünf in China offiziell registrierten Gemeinschaften, des Taoismus, Buddhismus, Islam, der katholischen und protestantische Kirche, Besuche abgestattet und sie auf die neue Politik eingestimmt.

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