S.H. Dalai Lama im Gespräch mit der F.A.Z.

Mittwoch, 24.08.2011, 18:03 Uhr | Kategorie(n): Buddhismus, Links & Downloads, Menschenrechte, News Allgemein

Der Dalai Lama spricht über Ängste und Dämonen der Pekinger Führung, das Beharren Tibets auf seiner Identität, seinen Weg zur Demokratie, den Glauben an einen Dritten Weg in der Wirtschaft und die Sehnsucht nach Spiritualität.


S.H. Dalai Lama

S.H. Dalai Lama

FAZ: Eure Heiligkeit, Sie fordern von China eine „wahre Autonomie“ für Tibet. Was ist damit gemeint?

S.H.: Verteidigung und Außenpolitik ist Sache der chinesischen Zentralregierung, der Rest jedoch, Erziehung, Wirtschaft und nicht zuletzt der Umweltschutz, soll Sache der Tibeter sein. Wir wollen unsere eigene Sprache und Kultur bewahren. Dazu gehört auch der Buddhismus, der umfassender ist als die chinesische Kultur.

FAZ: Warum findet die chinesische Führung dieses Konzept so schrecklich und verweigert sich Ihren Anstrengungen für einen konstruktiven Dialog?

S.H.: Die chinesische Führung sieht in einer eigenständigen Identität eine Quelle der Gefahr und des Separatismus. Deshalb hat sie auch im vergangenen Jahr angeordnet, dass in Tibet in chinesischer Sprache unterrichtet wird.

FAZ: Warum fürchtet sich China, das so ein mächtiges und starkes Land geworden ist, vor einem Separatismus, der gar nicht existiert?

S.H.: Chinas Macht basiert nicht auf Wahrheit oder Ehrlichkeit. In Wirklichkeit mangelt es China an Selbstbewusstsein.

Das ganze Interview gibt es in der Online-Ausgabe der FAZ vom 24. August 2011

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