Der Kashag bezeugt den Opfern der Flutkatastrophe in Osttibet sein Beileid

Dienstag, 10.08.2010, 12:01 Uhr | Kategorie(n): Allgemein, Ökologie

Der Kashag [Kabinett] der Tibetischen Zentralverwaltung in Dharamsala ist zutiefst erschüttert über die durch die Erdrutsche in Drugchu ausgelösten Verwüstungen. Der Bezirk Drugchu gehört zur traditionellen nordöstlichen Region Amdo [heute Bezirk Zhouqu, TAP Kanlho (chin. Gannan), Präfektur Gansu]. Das Tal ist nicht weit von dem berühmten Kloster Labrang Tashikhyil entfernt.

Der Kashag drückt den Überlebenden sein tiefstes Beileid aus und betet darum, daß sie sich bald psychisch und physisch erholen mögen und ihre Häuser wieder aufgebaut werden. Er organisiert am 10. August eine besondere Gebetszeremonie, bei der für die Verstorbenen und die rasche Genesung der Verletzten gebetet wird.

Offiziellen Berichten zufolge wurden etwa 300 Häuser verschüttet, nachdem heftige Regenfälle am Sonntag morgen verheerende Erdrutsche und Sturzfluten in Drugchu auslösten. Die Erdrutsche blockierten einen Fluß, der daraufhin über die Ufer trat. Wasser, Felsen, Geröll und Schlamm schossen die Berghänge hinunter und begruben zahlreiche Häuser unter sich.

In dieser Gegend wohnen etwa 40.000 Tibeter. In den Medien wurde berichtet, daß etwa 45.000 der betroffenen Einwohner von den staatlichen Rettungskräften evakuiert wurden. Xinhua meldete heute, daß bei den Erdrutschen am Sonntag 337 Menschen ums Leben kamen und noch 1.480 vermißt werden. (1)

Dort ansässige Tibeter sagen, die Katastrophe sei den frenetischen Bergbauaktivitäten und der Abholzung sowie der Aufstauung des Drugchu Flusses zuzuschreiben. Ausgelöst wurde sie durch sintflutartige Regenfälle, wie man sie in der Gegend noch nie erlebt hat. (2)

(1) Videos der Katastrophe bei BBC: „China landslide death toll jumps

(2) Tsering Woeser hat ein Blog zu der Katastrophe eingestellt: woeser.middle-way.net, zusammengefaßt auf Englisch

Department of Information & International Relations (DIIR), www.tibet.net, 9. August 2010

Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte – IGFM)

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