Benefizkonzert für Tibet am 10. März in München

Sonntag, 07.03.2010, 12:55 Uhr | Kategorien: Termine

Am 10. März, dem Jahrestag des Tibetischen Volksaufstands von 1959, veranstaltet die Regionalgruppe München der Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) zusammen mit dem Verein der Tibeter in Deutschland e.V. (VTD) ein Benefizkonzert auf dem Münchner Marienplatz.

Jedes Jahr finden auch in Tibet um dieses Datum herum friedliche Demonstrationen statt, besonders groß waren diese im Jahr der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking. Unter dem Motto „Gemeinsam. Stark. Für Tibet.“ will die TID-Regionalgruppe München in diesem Jahr gemeinsam mit den rund 70 hier lebenden Exil-Tibetern ein Konzert veranstalten, um Hoffnung zu geben und um breite Solidarität in der Öffentlichkeit und Politik einzuwerben.

Von 17 bis 19 Uhr spielt die junge Münchner Indi-Rock-Band “Lucky Fish”, tibetische Musiker zeigen die Bedeutung der Musik in Tibet, geladene Politiker und Menschenrechts-organisationen bekunden ihre Solidarität und zahlreiche Infostände informieren über die Situation in Tibet. Die Stadträte Frau Lydia Dietrich und Herr Josef Schmid, der eine Botschaft aus dem Rathaus verlesen wird, haben ihr Kommen zugesagt. Moderiert wird die Veranstaltung durch den Schauspieler John Friedmann, u.a. bekannt aus dem Film „Erkan und Stefan“.

Die TID weist insbesondere auf die Unterdrückung der Meinungsfreiheit in Tibet durch die chinesischen Behörden hin, die seit den Unruhen 2008 massiv verschärft wurde.

„Wer in Tibet offen seine Meinung sagt und seine Unzufriedenheit über die chinesische Fremdherrschaft ausdrückt, wird umgehend verhaftet und zu langen Haftstrafen verurteilt“, erklärt Anja Scheer, Sprecherin der TID-Regionalgruppe München. „Folterungen sind an der Tagesordnung, und den Angeklagten wird ein fairer Gerichtsprozess verweigert.“ Im Rahmen ihrer Kampagne für Meinungsfreiheit in Tibet und China stellt die TID mit ausgewählten Einzelfällen die rücksichtslose Verfolgung von Tibetern dar, die frei ihre Meinung äußern.

Am 10. März 1959 begann der große Aufstand des tibetischen Volkes, um den Dalai Lama vor dem Zugriff der chinesischen Besatzer zu schützen und gegen die Fremdherrschaft zu protestieren. Der Dalai Lama musste fliehen, der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen und kostete Zigtausende das Leben. Im Jahr 2008 begannen am 10. März in Lhasa die Proteste, die sich über das ganze Land ausdehnten und von chinesischen Sicherheitskräften brutal niedergeschlagen wurden.

Tibet Initiative Deutschland e.V.

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