Hinrichtungen in Tibet stoppen – nehmen Sie an der Appellaktion der ITC teil!
Donnerstag, 05.11.2009, 21:15 Uhr | Kategorien: Appelle
Die International Campaign for Tibet ist bestürzt über den Tod von Lobsang Gyaltsen und Loyak und wir haben mit Nachdruck eine internationale Verurteilung der Hinrichtungen gefordert. Die EU hat dies mit Erklärung vom 29. Oktober mit deutlichen Worten getan, was wir sehr begrüßt haben (im Bild: der inzwischen hingerichtete Tibeter Loyak nach seiner Festnahme. Foto: TCHRD).
Doch dies ist bei weitem noch nicht ausreichend: auch wir Bürgerinnen und Bürger in Deutschland müssen uns für die chinesischen Behörden sichtbar und mit Nachdruck gegen die Hinrichtungen aussprechen.
Darum bitte ich Sie sehr herzlich: nehmen Sie an unserer Protest- und Appellaktion teil, schreiben Sie an den chinesischen Botschafter in Deutschland und laden Sie auch Ihre Freunde oder Verwandten ein, das von uns vorformulierte Schreiben (Word-Datei) an die chinesische Botschaft in Berlin zu schicken.
Protest- und Appellbrief an den chinesischen Botschafter in Deutschland.
Botschaft der Volksrepublik China
Herrn Botschafter Wu Hongbo
Märkisches Ufer 54
10179 Berlin
Per Telefax: 030-27588 221
Hinrichtungen in Tibet
Sehr geehrter Herr Wu Hongbo, Eure Exzellenz,
mit Entsetzen habe ich zur Kenntnis nehmen müssen, dass die beiden Tibeter Lobsang Gyaltsen und Loyak am 20. Oktober 2009 in Lhasa hingerichtet worden sind. Ich bin bestürzt über diese Nachricht, da ich die Todesstrafe grundsätzlich ablehne und die Hinrichtungen überdies nicht geeignet sind, um dauerhaften Frieden und Versöhnung in Tibet herzustellen.
Ich fordere Sie auf, sicherzustellen, dass keine weiteren Hinrichtungen in Tibet stattfinden und dass alle Angeklagten das Recht auf einen fairen Prozess wahrnehmen können, Zugang zu einem qualifizierten Rechtsbeistand ihrer Wahl, zu ihren Familien und angemessener medizinischer Versorgung erhalten. Folter und jede Form von Misshandlungen während der Haft müssen ausgeschlossen sein. Ich fordere Sie ferner auf, alle Todesurteile in Haftstrafen umzuwandeln und ggf. sicherzustellen, dass bereits abgeschlossene Verfahren unter Beachtung rechtsstaatlicher Mindeststandards wiederaufgenommen werden, sollte Anlass zur Sorge bestehen, dass diese nicht beachtet worden seien.
Sehr geehrter Herr Botschafter, ich appelliere an Sie und Ihre Regierung mit Nachdruck, grundlegende Menschenrechte in Tibet zu achten und von der weiteren Vollstreckung von Todesurteilen in Tibet abzusehen.
Mit freundlichem Gruß,
Vielen Dank für Ihr Engagement!
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