E-Mails aus Tibet: Chinesisches Gericht verurteilt Touristenführer
Mittwoch, 24.06.2009, 06:36 Uhr | Kategorien: MenschenrechteDrakonische Strafe: Ein Tibeter muss drei Jahre in Haft, weil er während der Unruhen in seiner Heimat vor einem Jahr E-Mails verschickt hat – und angeblich die Lage in Tibet falsch dargestellt haben soll.
Im Frühjahr des vergangenen Jahres rebellierten die Tibeter gegen die kommunistische Führung in Peking. Die chinesische Regierung versuchte, Berichte über die Unruhen zu unterdrücken. Es gab sogar Morddrohungen gegen ausländische Berichterstatter.
Jetzt hat ein chinesisches Gericht einen tibetischen Touristenführer zu drei Jahren Haft verurteilt, weil er damals E-Mails über die Unruhen in Tibet verschickt haben soll. Das Gericht habe ihm vorgeworfen, er habe sich für die Unabhängigkeit Tibets von China stark gemacht, teilte die US-Menschenrechtsorganisation Dui-Hua-Stiftung am Dienstag mit.
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