Polizei verhaftet über 450 Exil-Tibeter
Sonntag, 08.06.2008, 10:30 Uhr | Kategorien: Menschenrechte, News Allgemein
„derStandard.at” berichtet unter Verwendung einer Meldung der Reuters-Agentur über die Festnehme von mehr als 450 Exil-Tibetern während einer pro-tibetischen Demonstration in Kathmandu. Dabei setzte die nepalesische Polizei – wie bereits häufiger bei ähnlichen Demonstrationen – Bambus-Schlagstöcke ein. Über die Zahl der Verletzten lag bislang keine Information vor. Nach Angaben von Augenzeugen gerieten auch Nonnen und Mönche in Polizeigewahrsam.
„phayul.com” berichtet etwas detaillierter und meldet, daß es wohl glücklicherweise zu keinen schwerwiegenden Verletztungen gekommen sei. Der Protestzug war, begleitet von den Rufen „Stop killing in Tibet, We want freedom!”, unterwegs zu dem überwiegend von Touristen besuchten Zentrum Thamel. Kaum hatten die Demonstranten die Hauptstraßen Kathmandus erreicht, wurden sie von Polizisten mit Lastwagen aufgehalten. Offizielle Regierungsvertreter Nepals begründeten das Polizeivorgehen mit dem Hinweis, sie könnten keine Demonstrationen gegen „friedliche Nationen, China inbegriffen” dulden. Die Polizei habe Order, die Exil-Tibeter an ihren Protesten zu hindern.
(dms)
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