China erklärt die Unruhen für beendet

Sonntag, 23.03.2008, 12:02 Uhr | Kategorien: Menschenrechte, News Allgemein, Olympische "Spiele" 2008, Widerstand in Tibet

Die chinesische Regierung erklärt die Unruhen für eingedämmt. In offiziellen Zeitungen wird der Dalai Lama als Unruhestifter und Feind beschimpft. Chinesische Autoren fordern dagegen in einem offenen Brief von Peking Dialogbereitschaft. Eine thailändische Fackelläuferin weigert sich, das olympische Feuer zu tragen.

China erhebt weiter schwere Vorwürfe gegen den Dalai Lama. Die kommunistische Regierung wirft dem Oberhaupt der Tibeter vor, die Unruhen in Lhasa angezettelt zu haben. Ziel der „Dalai-Clique“ sei es, dem Ansehen Chinas vor Beginn der Olympischen Spiele zu schaden, schrieb die Zeitung „Tibet Times“. Es handele sich um einen Kampf auf Leben und Tod „zwischen uns und dem Feind“.

„Das böse Motiv der Dalai-Clique ist es, in einer sensiblen Zeit Ärger hervorzurufen und sogar Blutvergießen zu verursachen, um Olympia in Peking zu beschädigen“, schrieb die Zeitung weiter. Die Zeitung „Renmin Ribao“ berichtete, die Gruppe um den Dalai Lama nehme die Olympischen Spiele als Geisel, um Zugeständnisse in der Frage der Unabhängigkeit Tibets zu erpressen.

Die chinesische Regierung erklärte die Unruhen in Tibet und angrenzenden Regionen unterdessen für eingedämmt. Die meisten dieser Gebiete waren von der Außenwelt abgeschnitten, ein massives Militäraufgebot war im Einsatz. Eine unabhängige Bestätigung der Bericht war nicht möglich.

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